Namensgeber der Schützengesellschaft „TELL“ Edingen 1902 e.V.

Der Name der Schützengesellschaft „TELL“ ist zurückzuführen auf den Schweizer Freiheitskämpfer Wilhelm Tell, der, mit dem Mord an Geßler, den Aufstand gegen die Habsburger einleitete, der wahrliche Grund ist aber das Apfelschießen vom Kopf seines Sohnes.

Landvogt Geßler treibt in der Talschaft Uri Steuern für die Grafen von Habsburg ein. Um deren Herrschaftsanspruch zu unterstreichen, pflanzt er seinen Hut auf einer Stange auf dem Dorfplatz von Altdorf auf und verlangt, dass jeder Vorbeigehende diesen grüßt. Wilhelm Tell, ein mit einer Armbrust bewaffneter Jäger, verweigert den Gruß. Der Vogt befiehlt ihm daraufhin, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes Walter zu schießen. Sein Kind müsse andernfalls mit ihm sterben. Tell tut widerstrebend, wie ihm geheißen und trifft den Apfel.

Gründungsmitglieder

Wohl dem, der Seiner Väter gern gedenkt.             

J.W.v.Goethe

 

 

 

-Bäckermeister Ludwig Reinle 1873-1904, Grenzhöferstr.1,  er war 1903 bis zu seinem Tode  Oberschützenmeister

 

 

-Schreinermeister Franz Quintel 1871-1940, Konkordiastr. 37, 1904-1905 Festkommission, 1910-1911 Kassenprüfer.

 

 

 

-Blockwärter Franz Spieler 1902 der erste Oberschützenmeister, und 1910-1913 bis zum I. Weltkrieg Oberschützenmeister, er kommt aus dem I. Weltkrieg nicht zurück. 1904, 1905, 1907 Festkommission, 1904-1909 Schriftführer, 1904-1907 Kassier/Schatzmeister.

1906 wurde im Hotel Adler in Heidelberg der 1.Badischer Zimmerstutzenschützenbund e.V. mit Sitz in Karlsruhe gegründet. Bundesoberschützenmeister wurde 1906-1910 Franz Spieler von der SG Tell Edingen.

 

-Lokführer Johann Winkler, Untere Neugasse 7, 1908 Waffenmeister, 1905, 1907 Festkommission.

 

 

-Lokführer Fritz Dillmann, 1905 Festkommission.

-Gärtnermeister Robert Anton Stark 1862-1947, Friedhofweg 26, wird 1927 bereits als Ehrenmitglied der SG Tell genannt. 1904, 1905, 1907, 1927 Festkommission.

 

 

-Landwirt und Lammwirt Hermann Koch III. 1865-1930, Hauptstr. 44,  1904-1909 Oberschützenmeister, 1905,  1907 Festkommission.

 

 

 

-Lokführer Otto Fink, 1905-1907 Waffenmeister, 1904, 1905 Festkommission. Wird 1908 aus dienstlichen Gründen versetzt und scheidet aus dem Verein aus. Als ehemaliger Mitbegründer und langjähriges Vorstandsmitglied wird er mit Diplom zum, ersten bekannten, Ehrenmitglied ernannt.

 

 

-Lokführer Rudolf Engel  1877-1970, Sandhofen,  war seit 1927 Ehrenmitglied der SG Tell.

 

 

Chronik 1902-1977 von Heinrich Kraus

Die Schützengesellschaft „Tell“ Edingen wurde im Jahre 1902 von Bäckermeister Ludwig Reinle, Schreinermeister Franz Quintel, Gärtnermeister Robert Stark, Blockwärter Franz  Spieler, Landwirt und Lammwirt Hermann Koch III., Lokführer Otto Fink, Lokführer Johann Winkler, Lokführer Fritz Dillmann und Lokführer Rudolf Engel im Gasthaus „Zum Lamm“ gegründet.

Erster Vorstand des neugegründeten Vereins wurde Franz Spieler.

Anfangs war es für den jungen Verein sehr schwer sich durchzusetzen. Erstens fehlte es an finanziellen Mitteln und zweitens stieß man auf eine gewisse Skepsis in der Bevölkerung. Doch schon nach relativ kurzer Zeit konnte der Verein die ersten Erfolge verbuchen.Die Mitgliederzahl wuchs und finanziell konnte man sich durch Konzerte, Bunte Abende und Theateraufführungen weiterhelfen.

Am 22. Juli 1906 entstand der 1. Badische Zimmerstutzenschützenverband  e.V. mit Sitz in Karlsruhe als übergeordneter Verband. Bundesoberschützenmeister wurde unser Gründungsmitglied Franz Spieler von 1906-1910.

1907 wurde im Rahmen dieses Verbandes das erste Bundesschießen durchgeführt. Veranstalter war die Edinger Schützengesellschaft „Tell“. Dieser Erfolg brachte dem Verein wiederum viele neue Anhänger und Mitglieder. Durch große sportliche Erfolge in den nächsten Jahren gelang es, die Mitgliederzahl weiter zu erhöhen und die Skepsis der Bevölkerung immer mehr abzubauen. Bald war Edingen stolz auf seinen jungen und so erfolgreichen Schützenverein, dessen Mannschaft Franz Spieler, Titus Hochlenert, Wilhelm Heinrich und Georg Koch in ganz Baden als fast unschlagbar galt.

hinten:Franz Spieler, Hermann Koch III (Lammwirt und Landwirt), Prof. Josef Maier, Georg Koch, vorne:Peter Wenz, Wilhelm Heinrich.

Beim Badischen Bundesschießen von 1908-1912 wurde in ununterbrochener Reihenfolge der Gruppensieg nach Edingen geholt.

 

 

 

 

 

 

 

Edingen entwickelte sich in diesen Jahren zu einer Hochburg der Schützen. Im näheren und weiteren Umkreis hießen die Edinger „Tell“-Schützen nur noch „die Edinger Räuber“, denn sie nahmen von fast jedem Schießen eine Menge Geld- und Sachpreise mit nach Hause.

Ein jähes Ende dieses blühenden und glücklichen Vereinslebens bereitete der 1. Weltkrieg, aus dem unter anderen auch unser Gründungsmitglied, langjähriges Vorstandsmitglied und zu diesem Zeitpunkt als Oberschützenmeister amtierender Franz Spieler nicht mehr zurück kommt.

Erst im Jahre 1919 konnte der schießbetrieb wieder aufgenommen werden. Neues Vereinslokal wurde die hiesige Aktien-Brauerei. Auch jetzt musste man wieder von vorne beginnen. Der Wiederaufbau des Vereins ging anfangs nur langsam vonstatten.

Aber man gab nicht auf und bald wurde man dafür belohnt. Die ersten Erfolge und Siege stellten sich ein.

25 jähriges Vereinsjubiläum

Gastwirtschaft der Schloßbrauerei

hinten: Adam Gärtner, Jakob Koch, Martin Theilig, Richard Jäger, Heinrich Koch, Schützenkönig Wilhelm Bergmann, ??, Ernst Merdes, Hans Wulf, Friedrich Ding,

mitte:   Emil Kiesel, August Käser, Eugen Reinle, Titus Hochlenert, Jakob Lebold, Wilhelm Koch, Ernst Jung,

vorne:  Karl Schneider, Eugen Käber, Willi Neupert,

Im Garten der Schloßbrauerei, links hinten an der Hauswand der Bierausschank, rechts die Terrasse.

stehend: Adam Gärtner, Ernst Jung, Richard Jäger, Friedrich Ding, Martin Theilig, Jakob Koch, ??, Ernst Merdes, Eugen Käber, August Käser, Eugen Reinle, Karl Schneider,

sitzend: Emil Kiesel, Hans Wulf, Titus Hochlenert, Heinrich Koch, Schützenkönig Wilhelm Bergmann, Wilhelm Koch, Jakob Lebold, Willi Neupert,

1927 wurde der Badische Zimmerstutzenschützenverband in Gaue aufgeteilt. Edingen wurde dem Gau Heidelberg zugeordnet. Zum Gauvorsitzenden wurde der Edinger „Tell“-Schütze Eugen Reinle ernannt, der in diesem Amt hervorragende Arbeit leistete.

Bald konnten die Edinger Schützen auch wieder an ihre Vorkriegs-Erfolge anknüpfen und man konnte fast sagen, dass die Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vergessen war, als die Männer erneut zu den Fahnen gerufen wurden. Der 2. Weltkrieg von 1939-1945 zerstörte wieder alles, was in mühevoller Arbeit aufgebaut worden war. Zwar hatte man das vereinsleben mit viel Mühe bis zum Jahre 1944 aufrechterhalten, doch dann musste es endgültig eingestellt werden.

Erst im Februar 1951 fand die erste Versammlung auf Initiative unseres Ehrenschützenmeisters und einzigen Ehrenringträgers Titus Hochlenert statt, der Eugen Reinle beauftragte die Wiedergründung in die Hand zu nehmen. Allerdings wurde zur Auflage durch die Besatzungsmacht erwirkt, dass fortan nur noch mit dem Luftgewehr geschossen werden durfte. Der Schießbetrieb wurde wieder aufgenommen. Diesmal hatte man das Gasthaus „Zum Hirsch“ als Vereinslokal gewählt.

1952 wurde der 50. Geburtstag der SG „Tell“ im „Friedrichshof“ gefeiert. Hierbei fand die erste öffentliche Schießveranstaltung nach dem Kriege statt.

In den folgenden Jahren gelang es den Schützen die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der Schießsport ein schöner Volkssport ist und äußerste Beherrschung des Körpers und Anspannung von Geist und Nerven verlangt. Die behelfsmäßige Schießanlage im „Friedrichshof“ war bald nicht mehr ausreichend, so dass man sich wiederum nach einer neuen Lokalität umsehen musste. Die Gelegenheit ergab sich dann 1958 im Gasthaus „Zum Grünen Baum“

Im Keller entstand nach mühevoller Arbeit der Mitglieder eine neue, moderne Schießanlage. Nun konnte endlich auch an eine Breitenarbeit gedacht werden.

Die Ortsmeisterschaft im Luftgewehrschießen für die Edinger Bevölkerung wurde 1959 ins Leben gerufen und erfreut sich noch heute großer Beliebtheit.

Viele neue Mitglieder konnten durch diese Veranstaltung gewonnen werden.

Der 60. Geburtstag wurde 1962 mit einem großen Festbankett in der Turnhalle gefeiert.

Durch die stete Aufwärtsentwicklung des Vereins, vor allem in der Jugendabteilung, musste man sich aber bald wieder Gedanken über ein neues Domizil machen, da die Anlage im „Grünen Baum“ nicht mehr ausreichend war. Vor allem der Jugendarbeit konnte man sich nicht in gewünschtem Maße widmen.

Eine Gelegenheit ergab sich, als in Edingen ein neues Schulhaus gebaut und fertiggestellt wurde.

Oberschützenmeister Richard Jakob ergriff sofort die Initiative und nahm Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung um Überlassung des Hintergebäudes der alten Volksschule des sogenannten „Russenhäus’l“ auf. Die Gemeinde Edingen hat mit dem Verein die pachtweise Überlassung des Schulhintergebäudes vertraglich geregelt und nach Genehmigung der Baupläne konnte sofort mit der Planung und Finanzierung begonnen werden.

Im Juli 1965 war es dann soweit, dass mit der Arbeit zum Umbau begonnen werden konnte. Viele fleißige Hände von Vereinsmitgliedern waren erforderlich, um in freiwilliger Arbeit das alte „Russenhäus’l“ in ein schmuckes Schützenheim zu verwandeln. Harte und schwere Arbeit musste verrichtet werden, denn hier sollte nicht nur für einige Jahre, sondern für Generationen ein Heim entstehen.

                      1966

Anlässlich der Einweihung des Schützenhauses am Meßplatz

 

Obere Reihe:      Arnfried Zahner, Albert Lutz, Werner Ebert, Hermann Schenk, Günther Ullmer, Dieter Schmida, Siegfried Ullmer, Hans-Jürgen Weckauf, Wilhelm Lutz,

2. Reihe:   Klaus Reinhard, Winfried Preuß, Wolfhard Reich, Wilhelm Hess, Helmut Wolf, Karlheinz Litschka, Karl Keller, Manfred Kettner, Karl-Heinz Knopf, Michael Laforsch,

3. Reihe:            Karl Kuhn, Richard Jakob, Karlheinz Kautz, Karl-Heinz Lammert, Karl Käber, Roland Linbrunner, Manfred Hemberger, Dietmar Sonn, Schützenkönig Emil Gauß, Wolfgang Rackwitz, Otto Thoms, Heinrich Kraus, Willi Sauer, Willi Seifert, Egon Rische, Jürgen Merkel, Josef Follath,

sitzend:             Friedrich Ding, Wilhelm Bergmann, Eugen Reinle, Heinrich Koch, Emil Kiesel, Siegfried Wolf, Eugen Käber, Emil Schätz, Walter Niebisch,

Der schönste und größte Erfolg in der Geschichte der SG „Tell“ war die Einweihung der eigenen Sportstätte. Dieses Gemeinschaftswerk erfuhr aus den Reihen der Mitglieder tatkräftige Hilfe durch persönlichen Einsatz. In der Zeit vom 26. Juli 1965 bis 15. Oktober 1966, dem Tag der Einweihung, wurden insgesamt 5500 Stunden durch freiwillige Arbeiten getätigt.

Alle Beteiligten verdienen hierfür Lob und Anerkennung.

Aber auch in sportlicher Hinsicht ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten und vermehrte Trainingsarbeit der aktiven Schützen zahlte sich aus.

Die „gute alte Zeit“ der „Tell“-Schützen war wieder angebrochen. Kreis-, Bezirks- und Landesmeistertitel wurden nach Edingen geholt.

Den größten Erfolg konnte die Altersmannschaft:

Emil Gauß, Karlheinz Kautz und Michael Laforsch, mit einem vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Jahre 1971 in Wiesbaden erringen.

Gratulation durch OSM Richard Jakob zum 4. Platz der AH-Mannschaft: Emil Gauß, Karlheinz Kautz und Michael Laforsch bei den Deutschen Meisterschaften 1971

Gleichzeitig ist es in jahrelanger Aufbauarbeit gelungen die Jugendabteilung zu fördern, die schießsportlich schon heute tonangebend in unserem Kreise ist und kameradschaftlich eine verschworene Gemeinschaft bildet, auf die wir bauen können.

Die Vorstandschaft im Jubiläumsjahr 1977

Somit sehen wir heute mit Stolz auf eine 75-jährige Vereinsgeschichte der Schützengesellschaft „Tell“ in Festfreude zurück.

1977 Heinrich Kraus +

Schriftführer 1963-1992, Ehrenmitglied

          

   Jubiläumstaler 1977

 

 

Chronik 1977-2012 von Uwe Schimanke

Das in 1977 angestandene 75- jährige Vereinsjubiläum wurde eindrucksvoll begangen:

Dietmar Sonn, Jürgen Merkel, Dieter Schmida, Willi Seifert, Heinrich Kraus, Raimund Doberas, Jürgen Lieberknecht, Harry Spindler, Marcus Schawohl, Götz Thiel, Peter Horn, Emil Gauß, Gerhard Weinzierl, Manfred Gauß, Manfred Habel, Karl-Heinz Schreckenberger, ??, Karl Käber, ??, Werner Videlange, ??

Richard Jakob, Ernst Gärtner, Siegfried Ullmer, Wolfgang Bachthaler, Karl-Heinz Braun, Werner Pulver, Otto Thoms, Karl Keller, Albert Lutz, Karlheinz Kautz, Manfred Hemberger, Alfred Weinzierl, Günter Wolpert, Karl Kuhn, ??

Wolfgang Habich, Hermann Schenk, Franz Kraus, Uwe Schimanke, Hartmut Schork, Schützenkönig Hans-Jürgen Weckauf, Willi Umhey, Josef Follath, Karl-Heinz Knopf, Heinz Fischer, Wilhelm Bode, Helmut Knopf II., Arnfried Zahner, Georg Knopf, Bürgermeister Werner Herold,

Willi Ding, Eugen Käber, Heinrich Gött, Walter Niebisch,

–  Im Vorfeld ein Pokal- und Talerschießen, an dem von 59 Luftgewehr und 33 Luftpistolenmannschaften aus 32 Vereinen um 17 Pokale und 330 Jubiläumstaler geschossen wurde,

–  Zur Festeröffnung der Empfang der Schützenkompanie aus Reith und anschließend ein Schießen auf die Prominenten-Scheibe, an dem sich 40 Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft beteiligten,

 –  Das Festbankett mit Fahnenweihe,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Die Totenehrung,

– Ein Festzug mit 40 Gruppen, 6 Kapellen und 5 Fanfarenzügen,

–  4 Abende mit musikalischer Unterhaltung im 2500-Personen-Festzelt,

–  Zum Abschluss ein Kindertag mit einem Heißluftballon-Start.

–  Alles in allem ein wunderschönes Fest.

Dann war das Fest, von allen hoch gelobt, vorbei und der Vereinsalltag kehrte wieder ein.

Wie immer hieß es erst einmal wieder für die Schützinnen und Schützen: üben, üben, üben….

Und für die Funktionäre: bilde dich weiter und mache dir Gedanken, wie man den Verein weiter nach vorne bringen kann.

Neue sportliche Höhepunkte in der Vereinsgeschichte bescherte uns dann unser Senior Emil Gauß, der mit dem Luftgewehr bei den Deutschen Meisterschaften für unseren Verein

–          1980    Platz 5 belegte,

–          1983    Deutscher Meister wurde,

–          1986    Platz 4 belegte.

 

Emil Gauß 1983 Deutscher Meister Luftgewehr

 

1987 konnten wir das 25-jährige Jubiläum der Damenabteilung feiern, gegründet 1962 unter dem 1. Damenleiter Emil Gauß, die sich unter der Leitung von Damenleiter Uwe Schimanke (1982-1989) beachtlich vergrößert hatte.

18 Damen beteiligten sich am ausgeschriebenen Damen-Jubiläumsschießen, das im Rahmen der Abteilungs-Jubiläumsfeier stattfand.

Inzwischen war die Jugendabteilung unter der Leitung von Jugendleiter Hans-Jürgen Weckauf  (1987-1995) sehr leistungsstark geworden, was uns unter anderem ermöglichte beim DSB-Pokal-Schießen mitzumachen (1889-1995) und den Kreisschützenmeisterpokal, gestiftet von KSM Emil Gauß, der mit einer gemischten Vereinsmannschaft (bestehend aus 2 Jugendlichen, 2 Erwachsenen und 2 Altersschützen) bestritten wird, immerhin 11 Jahre nacheinander zu gewinnen;

Es folgte ein weiterer sportlicher Höhepunkt:

1990 wurde Tina Walter mit dem Luftgewehr Deutsche Vizemeisterin;

1991 leisteten Edinger Tell-Schützen Arbeitseinsätze bei der Fertigstellung des KK-Schießstandes in Seckenheim (ca. 300 Std), um der Tell-Jugend die Möglichkeit zu geben, auch mit dem KK-Gewehr schießen zu können.

Die sportlichen Erfolge häuften sich nun regelrecht.

1991 belegte Sabrina Tuscher im Dreistellungskampf mit dem Luftgewehr Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft; 1992 wurde die Juniorenmannschaft mit Sabrina Tuscher, Melanie Neininger und Tina Walter mit dem Luftgewehr 3. Deutscher Meister.

1993 konnte die Juniorenmannschaft mit Andreas Abzieher, Tina Walter und Michael Sturm im Dreistellungskampf mit dem Luftgewehr Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft (ringgleich mit Platz 3) belegen.

In der Zeit von 1986-1995 waren in den Badischen Landesverbands-Mannschaften (Luftgewehr, Kleinkaliber, Armbrust 10 mtr.) immer Edinger Tell-Schützen vertreten (Sabrina Tuscher, Tina Walter, Thomas Bauer, Markus Purkart, Uwe Schimanke, Manuela Ding).

Sabrina Tuscher und Tina Walter nahmen sogar am Sichtungsschießen für die Europameisterschaftsausscheidung mit dem Luftgewehr teil.

Sabrina Tuscher
Melanie Neininger
Tina Walter

Aber nicht nur an Schießwettbewerben waren unsere Tell-Mitglieder aktiv beteiligt. Auch der Mitarbeit, nicht nur im Verein, sondern auch im Sportschützenkreis 5 Heidelberg, im Badischen Sportschützenverband und im Deutschen Schützenbund stellten sich in den letzten 25 Jahren:

– Michael Laforsch als Landesjugendleiter, als Trainer im Landesleistungszentrum Pforzheim mit Erfolgen im Nationalen und Internationalen Bereich in allen Klassen, DSB Delegationsleiter, Mitarbeiter WM 1965, EM 1966, Leitender-Mitarbeiter Olympiade 1972, (BSV Ehrenmitglied 1991)

–  Karl Kuhn als Landesrundenkampfleiter und Kreissportleiter, Kreisluftgewehrreferent,

–  Emil Gauß als Kreisschützenmeister (Ehrenkreisschützenmeister und Ehrenmitglied BSV 1990)

–  Uwe Schimanke als Kreisschriftführer und Kreisdamenleiter

–   Karl Kuhn und Uwe Schimanke als Auswerter bei Kreis-, Landes- und Deutschen Meisterschaften, World Cups und einer Weltmeisterschaft,

–    Doris Schimanke als Mitarbeiterin bei Kreis- und Landesmeisterschaften, sowie beim World Cup,

–    Arnfried Zahner als stellvertretender Kreisschützenmeister und Kreisübungsleiter.

1999 konnte die SG Tell einen neuen sportlichen Erfolg feiern: den 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Zimmerstutzen von Manuela Ding.

2000 gab es eine sehr schöne Besonderheit: unsere Schützin Manuela Ding war gleichzeitig Vereins-, Kreis- und Landeskönigin.

Man darf feststellen, dass der Verein sich sehr positiv fortentwickelt hat und auf Erfolge in jeder Richtung zurückschauen kann.

Für die Bevölkerung wurden die jährlichen Ortsmeisterschaften weiterhin durchgeführt und auch gut angenommen.

Die Vorstandschaft 2001/2002, war sich bei ihren Überlegungen einig, dass im anstehenden Jubiläumsjahr 2002 ein Fest wie zum 75-jährigen Jubiläum leider nicht mehr ausgerichtet werden kann.

Es wurden deshalb auch nur durchführbare Veranstaltungen für 2002 festgelegt.

Die Anfang 2002 neu gewählte Vereinsführung, ein guter Mix aus Erfahrung und jugendlichem Elan, wird das Jubiläum ganz gewiss erfolgreich gestalten.

Wunsch des Vereins für die nahe Zukunft bleibt die Umgestaltung des Schützenhauses am Messplatz, um der gerade wieder aufblühenden Jugendabteilung mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung anbieten zu können.

Vereinsjubiläum 100 Jahre SG Tell Edingen

Das in 2002 angestandene 100-jährige Jubiläum wurde mit einigen Veranstaltungen festlich begangen:

–          Jubiläumsschützenball  im Januar,

–          Jugendwerbeschießen und Ortsmeisterschaften im Juni,

–          Totenehrung, Kreisschützenball als Jubiläumsfeier und Festbankett im September.

 

Christian Weinkötz, Christian Janson, Tobias Gutfleisch, Wolfgang Bachthaler, Alexander Staudinger, Arnfried Zahner, Horst Mohr, Peter Bolz, Helmut Knopf II., Hans-Jürgen Weckauf, Karlheinz Krüger, Dieter Kraus, Karl Fischer, Thomas Bauer, Frank Schumacher, Stefan Wetzel,

Uwe Schimanke, Inge Zahner, Tanja Walter, Beata Weinkötz, Sieglinde Knopf, Helga Mohr, Margarete Bauer, Doris Schimanke, Erika Fischer, Sabine Böttcher,

Karlheinz Braun, Michael Laforsch, Emil Gauß, Anneliese Gauß, Karl-Heinz Knopf, Franz Kraus, Maria Merkel, Ernst Gärtner, Karlheinz Kautz,

Danach hatte uns der Alltag wieder und die Überlegungen, wie man zu einer modernen Schießstätte kommen kann, führten zu dem Ergebnis, dass ein Umsiedeln in das Kultur- und Sportzentrum in absehbarer Zeit nicht möglich sein würde.

In der Hauptversammlung 2004 wurde auf Antrag  entschieden, dass die SG Tell ihren 1991 gestellten Antrag bei der Gemeinde zurück nimmt und den Umbau des vorhandenen Schützenhauses am Messplatz  planen wird.

Im Juni 2005 stimmte der Gemeinderat unserem Bauantrag, der im harten Ringen mit Gemeinde und Nachbarn aufgestellt wurde,  endlich zu. Im September 2006 war dann ein Nutzungsvertrag abgeschlossen, der uns 25 Jahre die Hausnutzung gewährte, wobei unsere eingebrachten Gelder auf 50 Jahre der kostenlosen Nutzung dienen.

Jetzt konnte es also richtig losgehen.

Im ersten Arbeitseinsatz am 10.02.2007  entrümpelten 13 Helfer den Speicher des Hauses; der erste Container war schnell voll. Und dann ging es zügig voran mit Ausräumen, Lagerung der aufzubewahrenden Dinge an den verschiedensten Stellen, sowie ein kleiner Umzug in die alte Schule zur Aufrechterhaltung der Vereinsabende.

Der Schießbetrieb musste bei benachbarten Vereinen durchgeführt werden.

Am 22.05.2007 ging der Abriss los; der Rohbau bis hin zur Dacheindeckung erfolgte bis 12.07.2007. Am Freitag, dem 13.07.2007  konnte Richtfest gefeiert werden.

Es folgte der Innenausbau mit Innenputz, Vertäfelungen mit Paneelen, Trockenbau, Heizung- und Sanitär-, sowie Elektro-Installation, Bodenbelägen, Deckenverkleidungen, Wandfarbgebung, Kücheneinrichtung, Bestuhlung und teilweiser Wandbelegung mit Bildern, Scheiben etc.

So konnte im Oktober 2008 wieder das traditionelle Haxen-Essen zur Kerwe bei den Schützen im neuen Haus stattfinden.

Im November konnte auf dem nun abgenommenen Schießstand für die 10m-Disziplinen

(11 Stände mit elektronischer Trefferanzeige) wieder der normale Schießbetrieb aufgenommen werden.

Im Jahr 2009 liefen Schießbetrieb und Bauarbeiten parallel. Außerdem wurde durch Vermietungen der inzwischen interessant gewordenen Räumlichkeiten des Hauses (Bedingung der Vereinbarung mit der Gemeinde, die Öffnung des Hauses betreffend), die Planung und Durchführung der noch erforderlichen Arbeitseinsätze zusätzlich erschwert.

Eine Tatsache sollte zum Erfolg des Umbaus Erwähnung finden:

Ohne die hartnäckige Verfolgung des Umbauzieles und der konsequenten Kontrolle bei Genehmigung und Durchführung, wäre der Umbau in diesem Zeitraum und zu den moderaten Kosten nicht gelungen.

Letzteres  war allerdings nur möglich durch die enorme Spendenfreudigkeit der Mitglieder und Freunde des Vereins sowie durch den nicht erwarteten Arbeitseinsatz von über 3500 Stunden.

2010 war erst einmal eher ein Jahr des Verschnaufens, aber Anfang 2011 konnten wir die letzten ausgelagerten Güter aus der Schule zurückholen. Damit war alles wieder an seinem Platz.

Der Schießbetrieb hatte sich dafür aber wieder richtig gut angelassen; die Jugendabteilung  wurde größer und leistungsstark. Der klare Gruppensieg in der Kreisoberliga zeigte die inzwischen starke Leistung unserer ersten Mannschaft. Insgesamt hatte die SG wieder 3 Mannschaften in den Wettbewerben.

2011 Uwe Schimanke +

Vorstandsmitglied 1970-2009, Ehrenmitglied

 

 

Ehrenmitglieder & Ehrenzeichen

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  • 1908 Otto Fink +
  • 1922 Wilhelm Heinrich +
  • Robert Stark +  1927 bereits als Ehrenmitglied genannt
  • 1927 Proff. Joseph Meier +
  • 1927 Friedrich Bergmann +
  • 1927 Heinrich Ding +
  • 1927 Philipp Ding +
  • 1927 Rudolph Engel +
  • 1931 Titus Hochlenert + Ehrenschützenmeister & Ehrenringträger
  • 1935 Karl Schneider +
  • 1952 August Käser +
  • Willi Ding +
  • Eugen Reinle +
  • Heinrich Koch +
  • Fritz Ding +
  • Otto Urich +
  • 1962 Ernst Merdes +
  • 1965 Eugen Käber +
  • 1965 Emil Kiesel +
  • Wilhelm Bergmann + 1966 bereits als Ehrenmitglied & Ehrenschützenmeister genannt
  • 1970 Heinrich Gött +
  • 1976 Walter Niebisch +
  • 1983 Emil Gauß +
  • 1983 Heinrich Kraus +
  • 1984 Willi Sauer +
  • 1984 Otto Thoms +
  • 1989 Richard Jakob + 1993 Ehrenschützenmeister
  • 1992 Karl Käber +
  • 1992 Helmut Wolf
  • 1994 Karl Kuhn +
  • 1994 Karl-Heinz Kautz +
  • 1996 Michael Laforsch +
  • 1998 Franz Kraus
  • 1998 Günter Ulmer
  • 1998 Hans-Jürgen Weißling
  • 1999 Arnfried Zahner
  • 1999 Walter Stahl +
  • 1999 Helmut Knopf I. +
  • 1999 Karl-Heinz Knopf
  • 1999 Uwe Schimanke  2010 Verdienstkreuzträger +
  • 1999 Karl Keller +
  • 2000 Karlheinz Schreckenberger +
  • 2000 Hans-Jörg Jung +
  • 2001 Werner Ebert
  • 2001 Hans-Jürgen Weckauf  2010 Verdienstkreuzträger
  • 2001 Manfred Hemberger
  • 2002 Hannelore Habich
  • 2002 Rosalie Hemberger
  • 2002 Axel Schoder
  • 2002 Karheinz Braun
  • 2002 Maria Merkel +
  • 2002 Ruth Kuhn +
  • 2002 Anneliese Gauß +
  • 2002 Ernst Gärtner +
  • 2007 Sieglinde Knopf
  • 2007 Karl Fischer
  • 2009 Doris Schimanke
  • 2011 Willi Hess
  • 2013 Wolfgang Bachthaler

 

Majestäten 2018

Bild: Hannelore Schäfer

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 Jugendschützenkönig und Königinnen

1971 Joachim Lucker

1972 Konrad Richter

1973 Rudi Bode

1974 Peter Horn

1975 Bernd Fischer

1976 Jürgen Lieberknecht

1977 Karlheinz Hering

1978 Dirk Brendel

1979 Marcus Schawohl

1980 Jürgen Kneip

1981 Vera Merkel

1982 Jürgen Kneip

1983 Karin Schäfer

1984 Helmut Knopf

1985 Achim Ihrig

1986 Uwe Dörr

1987 Monika Kleist

1988 Peter Zeisig

1989 Matthias Purkart

1990 Sabrina Tuscher

1991 Thomas Bauer

1992 Claudia Lutz

1993 Manuela Ding

1994 Sabrina Tuscher

1995 Alessandro Trezza

1996 Benjamin Merdes

1997 Josef Bromirakis

1998 Manuela Ding

1999 Tobias Gutfleisch

2002 Alexander Staudinger

2003 Patthakon Metz

2011 Marius Bolch

2012 Luis Geiling

2013 Nicole Lampert

2014 Corinna Wilhelm

2015 Marius Bolch

2016 Nina Böttcher

2017 Nina Böttcher

2018 Anna Bauer

Schützenliesl / Schützenkönigin

Schützenliesl 1963 – 1977

 

1963 Therese Urich                   

1964 Rösel Urich       

1965 Ute Mozzon                    

1969 Rosalie Hemberger      

1970 Christel Videlange                

1971 Sieglinde Knopf                  

1972 Sieglinde Knopf

1973 Lucia Keller    

1974 Rosalie Hemberger      

1975 Eva-Maria Fischer          

1976 Rosalie Hemberger       

1977 Anette Tiletschke  

 

Schützenkönigin seit 1978

 

1978 Rosalie Hemberger

1979 Margarethe Pulver    

1980 Emmy Horchheimer       

1981 Doris Baumann

1982 Elke Hugo     

1983 Inge Zahner  

1984 Doris Baumann

1985 Inge Zahner

1986 Doris Schimanke

Die Königinnenkette wurde zum 25 jährigen Jubiläum 1987 von Anneliese und Emil Gauß gestiftet. Emil Gauß war der erste Damenleiter der SG Tell Edingen. Die erste Königin 1987 der die Kette überreicht wurde war Doris Baumann.

1987 Doris Baumann     

1988 Jutta Gärtner   

1989 Jutta Gärtner

1990 Silvia Knopf               

1991 Doris Schimanke

1992 Freia Fischer  

1993 Erika Fischer

1994 Doris Schimanke  

1995 Sabrina Tuscher             

1996 Sabrina Tuscher

1997 Sieglinde Knopf

1998 Sabrina Tuscher 

1999 Helga Mohr

2000 Manuela Ding

2001 Beata Weinkötz

2002 Sieglinde Knopf

2003 Manuela Ding

2004 Beata Weinkötz

2005 Sieglinde Knopf

2006 Tanja Hollschuh

2007 Sieglinde Knopf

2008 Silvia Knopf-Dieckmann

2009 Silvia Knopf-Dieckmann

2010 Inge Hoess

2011 Sieglinde Knopf

2012 Sabine Böttcher

2013 Sieglinde Knopf

2014 Sieglinde Knopf

2015 Inge Hoeß

2016 Sabine Böttcher

2017 Sabine Böttcher

2018 Freia Fischer

Schützenkönige

Schützenkönige 2018

 

Schützenkönigskette seit 2012

Schützenhaus 

Vom Russenhäusl zum Schützenhaus

 

Vorstandschaft 

Oberschützenmeister  Stefan Wetzel                                                                            
Schützenmeister  Frank Schumacher                                                                                 
Schriftführerin  Tanja Kraus                                                                                                 
Schatzmeister Hartmut Schork                                                                             
Schießleiter Bernd Fischer                                                                                                    
Jugendleiterin Sabine Böttcher 

 

OSM

 

 

Chronik

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Buchbeschreibung aus der Südwestdeutschen Schützenzeitung

 

 

SWDSZ

 
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